Wie verändert Künstliche Intelligenz unseren Alltag, unsere Beziehungen und unser Denken? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein Autorenwettbewerb, den die Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung (SAAV), der Südtiroler Theaterverband (STV) und Eurac Research im Rahmen des „Futurological Festivals“ ausgeschrieben hatten. Gesucht wurden neue Theatertexte, die sich künstlerisch und kritisch mit Künstlicher Intelligenz und ihren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft auseinandersetzen.
Künstliche Intelligenz ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Sie schreibt Texte, generiert Bilder, beantwortet Fragen und unterstützt Menschen bei unterschiedlichsten Aufgaben. Gleichzeitig wirft ihre rasante Entwicklung zahlreiche Fragen auf: Wie wird KI unsere Arbeitswelt verändern? Welchen Einfluss hat sie auf zwischenmenschliche Beziehungen, auf unsere Sprache und unser Denken? Und vor allem: Wie wollen wir als Gesellschaft mit diesen Veränderungen umgehen?
Genau hier setzte der Wettbewerb „KI und wir – wie Künstliche Intelligenz unseren Alltag verändert“ an. Die Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung, der Südtiroler Theaterverband und Eurac Research hatten Autorinnen und Autoren aus der gesamten Euregio dazu eingeladen, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und ihre Gedanken auf die Bühne zu bringen.
Die Siegerstücke stehen fest
Am 26. August wurden die eingereichten Theatertexte von der Jury, bestehend aus Gianluca Iocolano (Moderator, Comedian und Autor), Brigitte Knapp (Autorin und Vorstandsmitglied der SAAV), Stefanie Nagler (Regisseurin und Spielberaterin des STV), Elisabeth Thaler (Dramaturgin bei den Vereinigten Bühnen Bozen) und Michael de Rachewiltz (Forscher am Center for Advanced Studies von Eurac Research) diskutiert und bewertet.
Drei der eingereichten Theaterstücke haben die Jury überzeugt, weil sie das Thema KI nicht nur behandeln, sondern mit sehr menschlichen Fragen verbinden. Es geht um Identität, Sprache, Ängste, Beziehungen und darum, wie KI unser Leben und unsere Zukunft verändern kann. Besonders stark sind die Stücke dort, wo diese Themen nicht nur erklärt werden, sondern über die Figuren, ihre Konflikte und ihre Emotionen erfahrbar werden. Dadurch entstehen drei unterschiedliche, spannende und gut spielbare Auseinandersetzungen mit dem Wettbewerbsthema.
Die offizielle Bekanntgabe der Siegerinnen und Sieger erfolgte am 8. Oktober beim Prolog des Futurological Festivals am Forschungszentrum Eurac Research.
Das Futurological Festival bringt Wissenschaft, Kunst, Musik, Theater und Gesellschaft zusammen, um die großen Fragen unserer Zukunft aus überraschenden Perspektiven zu erkunden. Im Mittelpunkt steht Künstliche Intelligenz und ihr Einfluss auf unseren Alltag, unsere Freiheit, unsere Kreativität und unser Zusammenleben. Zwischen Utopie und Dystopie luden Vorträge, Performances, Diskussionen und interaktive Formate dazu ein, zuzuhören, zu staunen, mitzudenken und sich einzumischen.
Der Prolog am 8. Oktober ist als Auftakt zum mehrtägigen Festival zu verstehen, das im Rahmen der Südtiroler Woche der Innovation und Forschung vom 10. bis 14. Mai 2027 stattfindet. Alle Interessierten sind eingeladen, sich in vielfältiger Weise mit unserem Verhältnis zu KI auseinanderzusetzen.